Publikationen

2021

Auch der achte Policy Brief des Jahres beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung. In „Why it would be important to expand the scope of the Corporate Sustainability Reporting Directive and make it work for SMEs“ analysieren die Autor*innen die auf EU-Ebene angestrebte Ausweitung der Berichtspflicht. Dabei gehen sie insbesondere auf die Relevanz von kleinen und mittleren Unternehmen ein und machen Vorschläge, wie diese sinnvoll in den Rahmen der CSRD eingebunden werden könnten.

Die Autor*innen des siebten Policy Brief des Jahres „Welche Informationen sind für die Nachhaltigkeitsberichterstattung relevant? Das Konzept der Wesentlichkeit und die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD)“ | „What information is relevant for sustainability reporting? The concept of materiality and the EU Corporate Sustainability Reporting Directive“ widmen sich mit dem Thema Wesentlichkeit einem der Kernelemente von Unternehmensberichterstattung. Dabei vergleichen sie unterschiedliche Konzepte von Wesentlichkeit und formulieren Empfehlungen zu ihrer (gesetzlichen) Umsetzung, insbesondere im Rahmen der EU Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).

Der sechste Policy Brief „Sustainable Finance und Biodiversität“  arbeitet die Bedeutung der Biodiversitätsrisiken für Unternehmen und den Kapitalmarkt heraus und beschreibt zwei Möglichkeiten, die helfen können, diesen Risiken in Zukunft eine adäquate Rolle in der Wirtschaft, der Forschung und in der Regulatorik einzuräumen.

Der fünfte Policy Brief des Jahres „Szenarioanalysen als Werkzeug für Unternehmen, Investoren und Regulatoren auf dem Weg zur Klimaneutralität“ diskutiert, wie ein Stresstest-Szenario zu einer einheitlichen Bewertung von Transitionsrisiken beitragen kann. Die Autor*nnen zeigen den Nutzen von Szenarioanalysen für unterschiedliche Akteure auf und benennen die Eckdaten, die für die Definition eines solchen Szenarios notwendig wären.
In englischer Sprache: „Scenario Analysis as a Tool for Companies, Investors, and Regulators on the Path to Climate Neutrality

Die Policy Briefs Nummer drei und vier im Jahr 2021 zielen darauf ab, den Leser*innen einen Überblick über die Grundlagen der EU-Taxonomie und ihr Wirkpotenzial auf Unternehmens- und Finanzmarktebene zu verschaffen. Der dritte Policy Brief „EU-Taxonomie – Was ist das?“ zeigt auf, wie die Taxonomie in die europäische Sustainable Finance-Strategie eingebettet ist und wie sie dabei helfen soll, einen einheitlichen Rahmen für die Identifikation nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten zu definieren. Aufbauend darauf skizziert der vierte Policy Brief „EU-Taxonomie – Was bringt Sie?“, wie die Umsetzung auf verschiedenen Ebenen funktionieren kann und an welchen Stellen Weiterentwicklungen notwendig sind, um einen effektiven Einsatz zu gewährleisten.

Der zweite Policy Brief des Jahres „Investors Face Challenges with Corporate Carbon Emissions Data – Call for a Mandatory Disclosure Regulation (PDF, 354.14 KB)“ beschäftigt sich mit der Rolle von CO2-Emissionsdaten von Unternehmen bei finanziellen Investitionsentscheidungen. Die Autoren vergleichen die für Investoren verfügbaren Daten, beleuchten deren Schwachstellen und folgern, dass die aktuell für Investoren vorliegenden Daten nicht ausreichen, um Unternehmen zu klimafreundlicherem Handeln zu motivieren. Die Autoren plädieren für eine internationale und standardisierte Offenlegungspflicht für CO2-Emissionsdaten, die den Bedürfnissen der Investoren entspricht, um die Verfügbarkeit und die Qualität der Daten zu verbessern.

Mit dem ersten Policy Brief in diesem Jahr „Effizientes Impact Investing unter Berücksichtigung der Eigenschaften bestehender Eigentümer*innen“ schlagen wir eine innovative Vorgehensweise vor, mit der die zielgerichtete Auswahl von Unternehmen bei öffentlichen Finanzinvestitionen unterstützt werden kann. Durch die Berücksichtigung der aggregierten Nachhaltigkeitspräferenzen der aktuellen Eigentümer *innen der Unternehmen werden öffentliche Finanzinvestitionen effizienter, da die Kooperationsbereitschaft der aktuellen Eigentümerschaft in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele berücksichtigt wird. So kann die Reichweite zukünftiger Impact Investing-Initiativen erhöht und die angestrebte transformative Wirkung in größere Teile der Wirtschaft getragen werden.

2020

Der zweite Policy Brief „Wie kann Sustainable Finance ein Konjunkturpaket stärken?“ (PDF, 440.15 KB) diskutiert drei Schritte, um ein Konjunkturpaket in Einklang mit der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) und den Pariser Klimazielen zu bringen. Hierzu gehören erstens ein SDG-Mapping der Verwendung öffentlicher Mittel, zweitens ein „Klima-Schnelltest“ der geförderten Projekte auf Basis der EU-Taxonomie nachhaltiger Aktivitäten, sowie drittens eine Ausweitung der nichtfinanziellen Berichterstattung der begünstigten Unternehmen.

Der erste Policy Brief „Sustainable Finance und die Transformation der Realwirtschaft – Klimaneutralität als zentrales Szenario“ (PDF, 500.37 KB) diskutiert die Bedeutung der Klimaneutralität für unterschiedliche Marktakteure. Es zeigt wie Klimaneutralität als zentrales Szenario für die strategische Planung von Finanzinstituten und realwirtschaftliche Unternehmen dienen kann. Darüber hinaus wird die Bedeutung von unternehmensspezifischen Daten und Informationen im Zusammenhang mit Szenarioanalysen und Stresstests hervorgehoben.

2019

Der zweite Policy Brief „Verpflichtende klimabezogene Berichterstattung als Mittel zur Reduzierung von CO2 Emissionen (PDF, 481.48 KB)“ zeigt, dass eine verpflichtende Berichterstattung Anreize für Unternehmen schaffen kann, um Emissionen zu senken. Darüber hinaus würde eine verpflichtende Offenlegung den Kapitalmärkten wichtige Informationen zur Risikobewertung zugänglich machen, was den Abbau von Informationsasymetrien senkt und die Umlenkung von Kapitalströmen in eine klimafreundlichere Richtung lenkt.

Der erste Policy Brief „Bedingungen für eine wirksame Sustainable Finance Taxonomie (PDF, 498.34 KB)“ diskutiert die Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten des aktuellen Regulierungsvorschlags und des Berichtes der TEG und diskutiert die Voraussetzungen für eine effektive und zielorientierte Taxonomie.  Dazu gehören eine Ausweitung der abgedeckten Aktivitäten, eine breite Anwendung auf alle Finanzakteure, eine dynamisch-vorausschauende Perspektive, verbindliche klimabezogene Offenlegung und eine bessere Integration in das Risikomanagement.