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Policy Brief

PB 2/2026: CO2-Präferenzen und Kapitalmarktseparation: Wie der Klimawandel die Eigentümerstrukturen und Bewertungen von Unternehmen verändert

  • Der globale Aktienmarkt ist nach CO2-Präferenzen messbar separiert: klimaorientierte Investoren halten systematisch emissionsärmere Unternehmen; emissionsintensive Unternehmen werden eher von Investoren mit geringerer oder sogar explizit brauner Klimapräferenz gehalten.
  • Die Separation hat seit dem Pariser Abkommen deutlich zugenommen – besonders in den USA; in der EU ist sie schwächer ausgeprägt.
  • Die Kapitalmarktseparation hat nachweisbare Bewertungseffekte: Emissionsarme Unternehmen mit klimafreundlicher Aktionärsbasis sind höher bewertet als emissionsarme Unternehmen mit neutraler oder brauner Aktionärsbasis. Bei der Höhe des Bewertungseffekts kommt es also entscheidend auf die Übereinstimmung von Emissionen und Präferenzen an. Diese Bewertungsdifferenzen zeigen, dass Impact Investing über den Kanal der Portfolioallokationtatsächlichwirksam sein kann und Präferenzen in reale Kapitalströme übersetzt werden.
  • Für die Unternehmensführung entsteht ein zusätzlicher, marktbasierter Anreiz zu glaubwürdiger Dekarbonisierung und belastbaren Transformationsplänen – über den Unternehmenswert.
  • Für Politik und Aufsicht gilt: Marktkräfte unterstützen Transformation, wirken aber nicht automatisch zielgenau. Datenqualität, Standards und glaubwürdige Transition-Informationen können die Wirksamkeiterhöhen, da sich Präferenzen zielgenauer ausbilden können.
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